Athen

17. Mindestens fünf Hauptstädte der Welt besuchen.

Drei Wochen ist es nun schon her, seit dem wir uns auf den Weg nach Griechenland gemacht haben. Unsere Reise startete in Frankfurt. Von dort flogen wir direkt nach Athen. Wir kamen mitten in der Nacht an und konnten glücklicherweise direkt mit dem Bus zu unserer Unterkunft fahren. Dort erwartete uns ein schönes kleines Apartment im sechsten Stock, ein wenig außerhalb, aber dennoch zentral genug um vieles zu Fuss zu erreichen. Müde ging es erst mal ins Bett, mit vielen Dingen im Kopf, die wir am nächsten Tag unbedingt anschauen wollten. 

 

Leider machte uns am nächsten Tag das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Anstatt Sonne, begrüßte uns Regen und zwar richtiger Regen. Nicht nur ein bisschen nieseln, sondern so Du-wirst-sofort-pitsch-nass-Regen. Mutig wagten wir uns trotzdem vor die Türe. Komplett durchnässt flüchteten wir aber eine Stunde später wieder zurück in die Wohnung.  Dort trockneten wir uns ab und vertrödelten ein wenig die Zeit mit Kartenspielen, bis der Regen langsam aufhörte.

 

Gegen Mittag versuchten wir erneut unser Glück und hofften, dass der Regen nicht nochmal loslegte. Athen begrüßte uns sehr laut und chaotisch. Deshalb war unser erster Weg direkt in Richtung Natur. Nicht weit von unserem Apartment ging es durch ein wenig Wald auf einen Hügel. Oben auf dem Hügel bestaunten wir die Aussicht auf Athen und begutachteten die griechisch-orthodoxe Kirche.

Der Rückweg führte uns in Richtig Innenstadt. Dort liefen wir an Ruinen und alten Bauwerken vorbei, schauten uns einen Flohmarkt an, besuchten bekannte Plätze und ließen die Stadt auf uns wirken.

 

Aber so richtig warm wurden wir nicht. Athen war mir zu laut, so verfallen an vielen Orten und ich habe mich nicht wirklich willkommen gefühlt. Es ist aber durchaus so, dass ich für alte Steine zwar kurzzeitig Bewunderung aufbringen kann, aber keine Begeisterung finde mich länger damit aufzuhalten. Deshalb konnten uns die ganzen alten Ausgrabungsstätten auch nicht entschädigen für die ansonsten etwas triste Stadt.

 

Deshalb machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg in Richtung Akropolis. Unser Plan war es, den kleinen Berg hinter Akropolis zu besteigen und es aus dieses Perspektive anzuschauen. Bei Akropolis selbst waren uns viel zu viele Menschen und die lange Wartezeit nicht wert. Wir wurden mit einer tollen Aussicht auf Athen und Akropolis belohnt und hatten noch das Glück einen Spaziergang in der Natur genießen zu können.

 

Danach ging es zurück zu unserer Unterkunft und von dort zum Flughafen. Wir wollten unseren Mietwagen abholen und zur Fähre fahren in Richtig Euböa. 

 

 Manchmal muss man sich an äußere Umstände, wie Regen anpassen. Das wir nur eineinhalb Tage in einer Stadt hatten und davon untätig eine halben Tag herumsitzen mussten, war zunächst sehr frustrierend. Auf der anderen Seite startete so unser Urlaub sehr entspannt und gemütlich. Am Ende hatten wir nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben und konnten gut weiterziehen. Es war eine schöne Erfahrung diese Stadt zu erkunden und die Gegensätze zwischen neu und alt, renoviert und verfallen, wohlhabend und arm wahrzunehmen. Ich glaube gerade dieser Charme macht Athen einzigartig und wird mir in guter Erinnerung bleiben.

"Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder."

Epikur


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Kommentare: 1
  • #1

    Hauptstadtgarten (Samstag, 15 Juli 2017 21:53)

    Hallo Anna,
    lustig, beim Stichwort Athen bin ich sofort angesprungen, weil ich mich im Urlaub im Sommer 2015 auf den ersten Blick sofort in die Stadt verliebt habe und seitdem immer sehnsüchtig an die Tage dort zurück denke...
    ...wir hatten aber auch traumhaftes Wetter und durch die Wirtschaftskrise waren damals sehr wenige Touristen dort. Vielleicht ergibt sich für Dich ja irgendwann nochmal eine Gelegenheit und Athen zeigt sich dann vielleicht von seiner besten Seite.
    Liebe Grüße,
    Caro