#MeinTagohnemich

... weil wir es wert sind!

Durch Zufall bin ich auf einen Blogartikel des Blogs Kaiserinnenreich aufmerksam geworden. In diesem geht es um den Womens Day und einen Aufruf vom Bündnis des Women`s March an alle Frauen am 08.03.2017 ihre Arbeit niederzulegen: A Day Without A Woman. Dabei ist es nicht wichtig, welche Arbeit ausgeübt wird und ob diese bezahlt oder unbezahlt ist. Es geht darum zu zeigen, was wir Frauen tagtäglich leisten und was passiert, wenn wir für einen Tag damit aufhören.

Für mich ist es nicht möglich einfach die Arbeit einen Tag niederzulegen, ohne dabei meinen Job zu riskieren. So wie mir geht es vermutlich vielen Frauen da draußen.

Trotzdem möchte ich die Aktion unterstützen und mich an der Blogparade des Feministischen Hilfwerks beteiligen. 

Wenn ich schon nicht meine Arbeit niederlegen kann, so kann ich wenigstens davon träumen und im Herzen für uns Frauen und unsere Rechte streiken.

An einem Tag ohne mich würde das kleine Hundetier ohne Früstück leben müssen und hätte ein Problem, weil es zur Wiese alleine einfach nicht hinkommt.

 

An einem Tag ohne mich, würde meine Arbeit im Büro liegen bleiben und Fristen verstreichen. Es würden Mahnungen ins Haus flattern und verwunderte Kunden ohne Antwort bleiben.

 

An einem Tag ohne mich würden keine E-Mails beantwortet werden, keine Telefonate geführt und keine kleinen oder großen Probleme gelöst werden.

 

An einem Tag ohne mich würde der Kühlschrank leer bleiben und der Herd aus.

 

An einem Tag ohne mich würde ich meiner Oma kein Zugticket buchen können und für meine Mutter keine Einladungskarten designen.

 

An einem Tag ohne mich, gäbe es keine Blogartikel und keine Ziele, die erreicht werden möchten.

 

An einem Tag ohne mich, müsste mein Tanzpartner alleine Tanzen.

 

An einem Tag ohne mich würde ich die Ruhe genießen. Ich würde mich tragen lassen und hoffen, dass es auffällt wie sehr ich im Hintergrund werkle und meinen Mitmenschen den Rücken frei halte. Ich würde Musik hören, Bücher lesen und einen Kaffee mit meiner Freundin trinken. Zusammen hätten wir dann den Tag ohne uns und würden es in vollen Zügen genießen.

Vielleicht wäre #einTagohnemich ein guter Punkt für meine Liste gewesen. Denn schon allein der Gedanke daran, klingt schwer und doch irgendwie reizvoll. Es ist ein Protest gegen den Alltag und gegen die Rollen in denen ich manchmal feststecke.

 

Vielleicht braucht es das aber auch gar nicht. Vielleicht hilft wie schon so oft der Gedanke, das geschriebene Wort, um ein bisschen mehr #einTagohnemich in den Alltag zu integrieren. Denn genau darum geht es doch: Den eigenen Wert erkennen und ihn zu leben.

 

Wie würde dein Tag ohne dich aussehen? Wie würdest du dich damit fühlen?


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Kommentare: 1
  • #1

    Andrea Karminrot (Samstag, 11 März 2017 18:30)

    Ich habe mich schon oft gefragt, was wäre wohl, wenn ich nichts mehr machen würde.
    Mein persönlicher Streik, den habe ich einen Tag später durchgeführt und hatte meinen Spaß.
    Liebe Grüße
    Andrea